01_Chicago

Landing & Banana Gate


Wir starten unseren Trip in Chicago. The Windy City machte ihren Namen alle Ehre und begrüßte uns mit Wind, Regen bis zum Schneefall. Bei der Einreise hatten wir noch ein „Banana-Gate“ zu meistern, weil Alex ihre Banane im Rucksack vergessen hatte.

Um 24:00 (Ortszeit Österreich), nachdem wir seit ca. 18 Stunden auf den Beinen waren, begann unser erstes Konzert mit den 7 Jewels of Blues. Es würde eine sehr lange Nacht werden.

Buddy Guy, John Primer, Billy Branch, Sheryl Youngblood, Toronzo Cannon, Carlos Johnson, um nur einige der Künstler zu nennen! Das Who is Who der Chicagoer Bluesszene war anwesend. Alle Grammy-Nominierten, die auf der Bühne oder auch im Publikum waren, zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Außerdem saßen wir mit Elizabeth, einer Chicago Blues Insiderin, am Tisch. Sie kannte alle anwesenden Musiker persönlich und erzählte uns viele interessante Insights und Anekdoten. Ins Bett kamen wir nach österreichischer Zeit um 07:00 Uhr. Noch nie war ein Bett bequemer.


Sightseeing in the rain & Chess Studios

Wind und Wetter hielten uns nicht von unserer Sightseeing-Tour ab: The cloud gate (the bean, leider in Renovierung ), Millennium Park, Riverwalk, Magnificent Mile mit Apple Store und Starbucks Flagship-Store besichtigen wir ohne größere Menschenmassen.

Mittags gabs die legendäre deep dish Pizza bei Lou Malnatis. Leider besserte sich das Wetter nur wenig und so fuhren wir auf keinen skyscraper. Auf dem Weg zum Chess Record Studio hielten wir noch kurz beim Ursprung der mother road (Route 66) an. Und wir hatten absolut keine Idee, was wir bei den Chess Studios erleben würden!

VIP Tour @ Chess Studios
Da standen wir nun vor dem legendären Chess Records Studio, das bis Ende der 60er Jahre trendsetzend für R&B, Rock ‘n‘ Roll und natürlich Blues war. Wir schritten ehrfürchtig durch die originale Türe wie es bereits Willie Dixon, Muddy Waters, Little Walter, Sonny Boy Williamson, Howlin’ Wolf, Chuck Berry, Bo Diddley, Etta James, The Rolling Stones und viele mehr vor uns taten.

Wir wurden ausgesprochen freundlich von Janine begrüßt und beglückwünscht, denn wir waren die einzigen Gäste für die 14 Uhr Tour. So hatten wir tatsächlich eine VIP-Führung, die wir in vollen Zügen genossen. In gut 2,5 Stunden bekamen wir also Fakten, Geschichten und Hörproben, die eindrucksvoll bewiesen, warum das Studio soundtechnisch einzigartig war. Und wenn man die Augen schloss und sich ganz der Musik hingab, konnte man auf jeden Fall die Spirits of Blues spüren.

Es gab einige Gänsehaut-Momente, auch weil wir in Räumlichkeiten durften, die normalerweise nicht Teil der Führung sind. Aber auch wegen Janine, denn sie lebt für den Blues und das Studio. Es war wahrlich ein besonderes Erlebnis!


Let`s jam in Chicago

Of course, wollte Peter seine Chance nutzen und bei verschiedenen Jam-Sessions teilhaben. Das gelang nicht nur im The Gallery Cabaret, sondern auch auf der großen „Buddy Guy’s Legends“-Bühne: „Als ich vor 7 Jahren zum ersten Mal das Buddy Guy’s Legends besuchte, hätte ich nie gedacht, dass ich hier einmal selbst auf der Bühne stehen würde.“ – Jetzt war es passiert. Ein Moment, den wir nie vergessen werden.


Leaving Chicago to …

In Chicago haben wir auch unser Mietauto übernommen und wurden ganz charmant gefragt: „Are you ok with a Cadillac?“ Yes, we are! Wir holten also unseren Miet-SUV und starteten nun unseren Roadtrip.

Nachdem wir ja auf den Spuren des Blues wandelten, durfte natürlich ein Stop bei Muddy Waters Haus nicht fehlen. Der im Keller eingerichtete Proberaum diente 20 Jahre lang als Treffpunkt aller Größen des Chicago Blues. Nach der aktuellen Renovierung wird hier ein Muddy Waters Museum eröffnet. Nachmittags gab es den offiziellen Spatenstich dazu, aber da waren wir schon on the road to …

… Springfield
Bevor wir uns auf die Route 66 begaben, (be)suchten wir die die Gräber von Little Walter und Muddy Walters. Alex hatte sich pompöse Grabstätten erwartet. Aber es waren nur schlichte Steinplatten im Boden. Dennoch war es wieder ein Gänsehaut-Moment.

Natürlich durfte auf der Anfahrt nach Springfield nicht das „Blues-Brothers-Gefängnis“ fehlen. Genauso wie ein Halt beim legendären Polk a Dot-Diner, das es seit den 50gern gibt und mit seinen Figuren sowie dem Interior bezaubert.

In Pontiac besuchten wir of course das R66 Museum. Peter traf hier auf Rose, die er schon 2017 auf seinem R66 Trip kennenlernte. Rose, inzwischen rüstige 85 Jahre und seit 16 Jahren gute Seele des Museums, freute sich sehr und sah auch zum ersten Mal das von Peter produzierte Route 66 Allstars-Video!