Calvi – Piana
Nach einem Frühstück mit Aussicht brachen wir Richtung Porto auf. Wir hatten wieder Highlights im Tagesprogramm unter anderem lost places, Bademöglichkeiten und das Herz der Calanques – aber eines nach dem anderen.

Nach wenigen Kilometern gelangten wir zur Wahlfahrtskapelle Notre Dame da la Serra. Die schmucke Kirche, die der Legende nach die Stadt und deren Fischer beschützt, bietet einen einzigartigen Blick auf Calvi.


Über die Küstenstraße D81B, einer absoluten Traumstraße mit herrlichen Panoramen, erreichten wir unseren ersten lost place – das Château des Prince Pierre Bonaparte. Er war ein Neffe von Napoleon Bonaparte und überliefert ein sehr impulsiver Mann. Mit seiner Tötung eines republikanischen Journalisten am 10. Januar 1870 war er für einen weitreichenden Skandal verantwortlich. (Für Insider: Die Story gibt es nur für den legendären Tag – sprich 10. Jänner.) Leider ist der geschichtsträchtige Ort nicht mehr frei zugänglich.

Aber es folgte sogleich der nächste lost place mit den Minen von L’Argentella. Hier wurde vom 16. bis 20. Jahrhundert unter Tage Silber, Blei und Kupfer gefördert. Die beeindruckenden Ruinen sind frei zugänglich und mussten ausgiebig erkundet werden – Alex hätte sicher noch mehr Tunnel entdecken wollen, aber wir hatten immerhin noch weitere Kilometer mit Sehenswürdigkeiten vor uns.



Es wartete immerhin das Fango-Tal auf uns. Kurventechnisch ist es zwar kein Highlight – aber es bezauberte uns mit seinen Badegumpen. Nach kurzem Suchen hatten wir tatsächlich einen Platz gefunden, der nicht nur herrliches Badevergnügen bot, sondern auch einen wunderbaren Blick auf den Monte Cinto. Und alles nur für uns – ganz ohne Massenauflauf. Ein Genuss!


Mit tollen Bilder im Gepäck und einem Sonnenbrand wie Peter später schmerzlich entdecken würde, führte unsere Route wieder auf die D81 Richtung Porto und der Calanques de Piana. Die Calanques de Piana ist Unesco-Welterbe und schlichtweg atemberaubend. Die Straße führt durch schroffe Felsformationen, die mit ihrer roten Farbenpracht und den Blick aufs Meer für einen maximalen Wow-Effekt sorgen. Und ganz unvermittelt hatten wir auch das Herz der Calanques gefunden.



Unser Quartier für diesen Tag fanden wir schließlich in Piana. Wir fanden ein Restaurant, wo Alex für die Nachspeisenkarte mal keine Brille benötigte.

Tipp: Gebucht on the road: Hôtel Mare E Monti mit wenigen Gehminuten zu Restaurants, super Blick über die Bucht und gutem Frühstück (wichtig für uns)