Great music, but no hotel für Alex & Peter
Alles fing so wunderbar an – wurde dann aber etwas kompliziert.
Aber der Reihe nach:
Sun Studio
Zunächst begaben wir uns direkt zu den Sun Records, wo Größen wie B.B. King, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, Carl Perkins und Elvis Presley aufnahmen. Letzterer wurde hier sogar entdeckt. Auch ein Must-See für Musikbegeisterte und mit viel Herz gestaltet. Vor allem unser Guide legte sich so richtig ins Zeug.
Stax Records
Anschließend besuchten wir noch die Stax Records, eines der wichtigsten Soul- und R&B-Plattenlabels der 1960er und 1970er Jahre. Es brachte viele berühmte Künstler wie Otis Redding, Isaac Hayes uvm hervor.
Hall of Fame des Blues
Seit 2015 gibt es dieses Kleinod des Blues. Alle Legenden samt eindrucksvollen Exponaten sind hier versammelt. Außerdem gabs noch zeitgenössische Blues-Kunst zu bestaunen.
We got the No-Hotel-Blues!

Bis jetzt lief ja alles planmässig bzw. sogar besser als erwartet. Nun gab es die erste Hürde: Müde von so viel Musikgeschichte suchten wir unsere Unterkunft. Gefunden war sie ja schnell, allerdings sah das Gebäude ziemlich verlassen und heruntergekommen aus. Da wir aus der Situation nicht schlau wurden, riefen wir mal an. Hier wurde uns mitgeteilt, dass es die Unterkunft nicht mehr gibt.
MEMPHIS BLUES by Alex & Peter
„Went down to Memphis, where our hotel was no more.
Went down to Memphis, where our hotel was no more.
Just wanna stay for the night, but nobody opened up the door.“
Tjo … und nun?
Nach mehrmaligen Telefonaten mit booking.com gabs dann doch noch ein Zimmer – aber 30 Kilometer außerhalb von Memphis. Das teilten wir allerdings mit Jack, der Kakerlake. Wir fanden eine friedliche „Nebeneinander“-Lösung für die Nacht und begleiteten ihn am nächsten Morgen vorsichtig ins Freie.
Memphis at Day oder Shopping like a Boss
Wir hatten davon über YouTube erfahren, dass es hier einen gigantischen Bass Pro Shop gibt. Die Pyramide des Outdoor-Shops bietet ein Hotel, mehrere Restaurants, Zoo, Bowling, Schießbude und ja, man kann noch das eine oder andere kaufen. Einfach bombastisch!
Natürlich hielten wir auch beim Lorraine Motel an, wo Martin Luther King Jr. 1968 ermordet wurde. Heute ist es ein National Civil Rights Museum. In der Beale Street fanden wir einzigartige Bars und Live-Musik. Wir trafen wieder unglaublich herzliche Menschen, sahen aber auch das Ergebnis, wenn der Amerikanische Traum nicht funktioniert.
Memphis at (Jam)night
Aber bevor es weiter ging, war klar, dass wir einen Abstecher ins Nachtleben machten. Die Bars der Beale Street sind weniger glamourös als in Nashville – eher erdig, so wie die Musik. Aber nichts anderes haben wir erwartet. Ein Besuch des B.B.Kings Blues Club war natürlich Pflicht. Uns gefiel es in den kleineren Clubs allerdings besser. Und im „Blues Hall Juke Joint“ durfte Peter auch wieder auf die Bühne!
The Blues had a baby and they named it Rock & Roll.
Wenn Du schon in Memphis bist, solltest Du an Graceland nicht vorbei fahren. Auch als nicht eingefleischter Elvis-Fan wird man aus dem Staunen nicht herauskommen. Die Ausstellungen auf dem schier endlos großen Gelände sind extrem gut umgesetzt. Der Spirit of Elvis ist absolut spürbar. Neben der Villa, den Flugzeugen gibt es mindestens 11 weitere Themenausstellungen – hier könnte man locker einen Tag verbringen! (Somit relativiert sich der Ticketpreis.) Fazit: Wir waren begeistert und machten hunderte Fotos.
On our way to Juke Joint Festival mit Basis Batesville
Jetzt war es also bald so weit und wir freuten uns schon auf den eigentlichen Grund der Reise – das Juke Joint Festival in Clarkdale. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch beim Tunica Blues Museum. Ja, ja … noch ein Museum … aber wenn man quasi am Geburtsort des Blues ist, mussten wir einfach hinein! Und es lohnte sich! Hier erhielten wir nochmals zusätzliches Hintergrundwissen zur Gegend und wie alles begann. Jetzt waren wir dann bereit für die Doktorarbeit.