Piana – Poggio Mezzanna Plage
Und weil es so schön war, fuhren wir die Calanques in der Morgensonne wieder zurück in den Osten der Insel. Unser Tag begann mit der Ponte Pianella Brücke aus dem 15. Jahrhundert, die etwas abseits der Straße liegt, aber eigentlich zum Baden und Verweilen einlädt.

Allerdings hatten ein straffes Tagesprogramm vor uns. Also hielten wir nur für ein Foto auf und wechselten über eine Mini-Straße auf die D84. Diese führte uns mit wunderschönen Kurven direkt auf den Col de Vergio und somit auf den höchsten Pass Korsikas.

Was uns als nächstes erwartete, hatten wir gar nicht so am Plan. Aber mit dem Canyon de la Ruda erreichten wir eine Passage, die vor allem Peter enorm beeindruckte. Es ist ein Tal mit einzigartigen Felsformationen, die aufgrund der Wetterverhältnisse noch spezieller wirkte und auch kurventechnisch absolut überzeugte. Klare Empfehlung! Next Stopp war Corte – geschichtsträchtig und einstige sowie bis heute „heimliche“ Hauptstadt Korsikas. Wir hatten allerdings nur Zeit für ein schnelles Mittagessen – es sei uns verziehen.


Das Restonicatal durfte natürlich auch nicht fehlen. Es ist ein Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Wir fuhren aber nur bis zur Schranke und kehrten dann um. Unserer Meinung nach hat das Tal wahrscheinlich zu Fuß weit mehr zu bieten als für Erkundungen am Motorrad.
Über die Panoramastraße D71, die landschaftlich und mit ihren Kurven hochgradig reizvoll ist, und durch die Castagniccia, dem Reich der Kastanienbäume und der einstigen „Kornkammer“ Korsikas, erreichten wir unser nächstes Highlight – die Ruines du couvent d’Orezza. Der quasi frei zugängliche lost place, da frau die Warnschilder ignorierte, war einst ein Franziskanerkloster, wo die Unabhängigkeit Korsikas ausgerufen und die korsische Verfassung verabschiedet wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde es durch Luftangriffe schließlich zerstört. Die Ruinen erzählen leider kaum noch von dem, was hier einst so Bedeutungsvolles geschehen ist.




Beeindruckt von dem lost place ging es vorbei am Lac de Chiatra auf. Allerdings waren wir indeed schon lange unterwegs, so dass wir nur einen kurzen Blick auf den See warfen. Unsere Aufmerksamkeit lag schon eher beim gebuchten Hotel, das direkt am Strand lag und daher einen lauschigen, wohlverdienten Ausklang versprach. Und wir wurden nicht enttäuscht. Wir hatten tatsächlich ein perfektes Zimmer und ein Restaurant in Strand-Gehweite, das uns kulinarisch verwöhnte. Tout est parfait!

Tipp: Gebucht on the road: Hotel Levolle Marine direkt am Meer mit super Strand. Genussvolles Restaurant direkt über den Strand erreichbar. Herrlich!